.... in den Süden des Nordens 
ÖVV - Wanderreise 2006

All die Eindrücke dieser wunderbaren abwechslungsreichen Reise ließen sich in Buchdicke wiedergeben, deshalb, um den Rahmen nicht zu sprengen, sei der Ablauf untenstehend kurz und chronologisch angeführt:

Das war ein Start nach Maß. Nach etlichen hundert Kilometern Deutschland von Süd nach Nord durchquert hieß der erste Stopp Hamburg. Mit Sightseeing-Bus das anrüchige Viertel durchkreuzt, mit Touristenboot ein Bild vom gewaltigen Hafenbereich gemacht um anschließend vom ansässigen Westernclub im Hotelpark zu Barbecue, Drinks und Live-Countrymusic eingeladen zu werden. Die Nacht war kurz, allerdings stand am Folgetag eine gemütliche Umrundung der Halligeninsel Hooge mit ihren markanten Warften (Häuser stehen auf Erdwällen, um bei Hochwasser nicht zu versinken) auf dem Programm. Die "Hauke Haien" brachte uns wieder sicher ans Festland, um die Fahrt ins dänische Fredericia aufzunehmen. Vom örtlichen Wanderverein begleiteten uns mehrere Mitglieder auf deren permanenten Weg, was sich nach Einbruch der Dunkelheit als Notwendigkeit herausstellte.  Auch eine für uns improvisierte Labestelle fand großen Zuspruch. Tags darauf führten uns die Wanderer der Fährstadt Hirtshals die Sanddünenküste entlang, begleitet von imposanten Wolkengebilden Richtung Leuchtturm, nur unterbrochen durch eine wiederum improvisierte Nahrungsaufnahmestelle. Pünktlich legte unsere Fähre abends in Hirtshals ab, um zu Mittag nach Hamburg, in einer weiteren Hansestadt, Bergen, einzulaufen.  Und endlich, pünktlich zur Begehung des Bergener permanenten Weges mit hiesigen Wanderkameraden, und nach vielen Wanderreisen, der erste Regentag. Kein Wunder, Bergen, die regenreichste Stadt Europas. Wanderpause am nächsten Tag. Heute herrschte Ausflugsstimmung.  Der Hardangerfjord wurde mittels Schiff überquert, Gletscher, Wasserfälle und, man glaubt es kaum, Obstplantagen wurden passiert. Natürlich gehört auch der Besuch einer Stabkirche - oder wie in unserem Fall derer zwei - zu einem Norwegenbesuch. Genächtigt wurde in einem Bauerngehöft, umgebaut für touristische Zwecke. Wer Ruhe sucht, wird sie hier in liebevoll hergerichteten grasbedeckten Gebäudeteilen finden. Jedenfalls schneller als einen Elch, den wir, allerdings vergeblich, zu sehen hofften. Wer jemals einen Elch in diesem südlichen Norwegen gesehen hat - Tierparks ausgenommen - möge sich an den ÖVV wenden. Selbst beim gemeinsamen Abendessen wurde er vermisst.

IVV-Wandern in Norwegen

Die ehemalige Marine- und WanderWeltmeisterstadt Horten war Anlaufstelle für die kommenden zwei Nächte. Alt bekannte Wanderfreunde begleiteten uns am permanenten Weg und tags darauf in der Hauptstadt Oslo. Im Hortener Wanderervereinsheim, einer gemütlichen Herberge, so manch ein Verein würde sich so eine Bleibe wünschen, wurden wir wieder einmal auf das Gastfreundlichste empfangen und versorgt. In Oslo brachte uns der hervorragend deutsch sprechende Torstein den Frognerpark mit unzähligen Skulpturen des Künstlers Vigeland nahe, begleitete uns auch zum königlichen Schloss, zum Rathaus und zum Holmenkollen, dessen Sprungschanze demnächst einem Neubau weicht. 25 Minuten Fahrt mit der Fähre den Oslofjord querend ersparten uns  eine Busfahrtstrecke von knapp 200 Kilometern, so kamen wir zur Mittagszeit ins schwedische Strömstad. Der Permanente Weg dieser Fischereistadt führte uns an etlichen alten, für den Norden so typischen, Holzhäusern vorbei. Die Nacht sollte in Göteborg verbracht werden, zuvor allerdings wurde die Stadt vom Boot aus besichtigt. Als Alternative stand eine geführte Wanderung auf dem Programm. Interessant dabei, dass vor zwei Brücken die Köpfe aller Passagiere eingezogen werden mussten, um nicht vom Rumpf getrennt zu werden.

Permanenter Wanderweg in Fulda

Wieder einmal eine Fähre nahmen wir, diesmal um Göteborg 450 km weit in Richtung Kiel zu verlassen, und um mit dem Bus nachmittags in der Barockstadt Fulda einzutreffen, wo wir bereits vom dortigen Wandervereinsobmann mit Gefolge erwartet wurden. So wurden wir am permanenten Weg geführt. Den sportlich aktiven Abschluss fanden wir beim Wandertag im bayerischen Burglengenfeld, ehe wir doch etwas müde nach dieser langen Reise wohl behalten in Wels ankamen.

Hat jemand Gusto bekommen, Torstein Petersen, unser Oslo-Führer und Mitglied des Wandervereines Horten, sucht Abwechslung in seinem Pensionisten-Dasein und führt gerne Touristen durch das ganze Land.

Robert Walzer

Kontaktadresse: 
Torstein Petersen
Petersen-t@hotmail.com 
+47 333 93699 oder +47 482 20 818

Fotos: Rudolf Esterer