Österreichische IVV-Wanderer waren 
bei der IVV - Olympiade in Japan


 

Tokyo

Es war eine eindrucksvolle Reise und jeder Tag voll von Erlebnissen.

Mit der AUA ging es von Wien-Schwechat am Samstag, 9. Mai kurz nach 14:00 Uhr direkt nach Tokyo. Und da 7 Stunden Zeitverschiebung dazwischen liegen, war die Ankunft auf dem modernen Flughafen Tokyo-Narita am Sonntag um ca. 8:00 Uhr früh. Nach den Einreiseformalitäten und einem Gesundheitscheck wurde die Gruppe, die von ÖVV-Präsident Robert Walzer geleitet wurde, direkt in das Hotel im Stadtteil Ikebukuro gebracht. Nach einer kurzen Mittags- und Ruhepause ging es gleich am Nachmittag (für uns war die innere Uhr schon auf Mitternacht) quer durch Tokyo zu Parkanlagen, Shinto-Schreinen, Pagoden und modernen Geschäftsstraßen.

Stadtwanderungen wurden auch an den folgenden Tagen angeboten. Am Sonntag wanderten die Österreicher mit einer Gruppe Wanderer aus Belgien mit, die bereits seit März auf einem alten Handelsweg in Japan unterwegs waren und noch vor der IVV-Olympiade den Abschluss in Tokio feierten. Dementsprechend war auch die Stadtwanderung, immer wieder unterbrochen durch Ehrungen, japanischer Volksmusik und viel Applaus.
 

Am gleichen Tag ging es mit dem Autobus weiter zur IVV-Olympiade.

 

Kawaguchiko

Die Gegend rund um den Fujiyama ist das Tourismuszentrum der Japaner, vergleichbar mit dem Salzkammergut oder den Kärntner Seen.

Es war daher nicht verwunderlich, dass die Japaner die Veranstaltung geradezu gestürmt haben. 

Vom 14. bis 17. Mai 2009 wanderten bei der 11. IVV - Olympiade 741 Ausländer aus 22 Ländern und 8.962 (!) Japaner. Ein eher kleiner Teil davon nützte auch die anderen Angebote (Schwimmen, Aqua-Walking und Radfahren). Mit den Strecken konnte man durchaus zufrieden sein. 

Besonders gelobt wurde die Marathon-Strecke. Allerdings gab es zu viel Asphalt. Nach den ÖVV-Bestimmungen würde die Veranstaltung daher kein ÖVV-Gütesiegel erhalten. 

Eine Panne passierte auch beim Fahneneinmarsch: Da der Ort des Sammelplatzes für den Abmarsch nicht allen bekannt war, fehlten mehrere Länder, darunter leider auch Österreich.

Dafür war dann die Eröffnungsfeier mit der Entzündung des olympischen Feuers und japanischer Folklore ein großartiges Erlebnis. Die Schlussfeier wurde aus Furcht vor der Schweinegrippe abgesagt.

 

Kyoto und Chinesische Mauer
 

Die Reise der Österreicher wurde mit einer Besichtigung der alten Kaiserstadt Kyoto fortgesetzt. Anschließend ging es mit der ANA nach Peking. Mitarbeiterinnen des Chinesischen Volkssportverbandes empfingen die Teilnehmer im größten Flughafengebäude der Welt, dem Terminal 3.

   

In den fünf Tagen „erwanderte“ die Gruppe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Kaiserpalast, Platz des himmlischen Friedens, Sommerpalast, Himmelstempel).

      

Besonders beeindruckend war die „Bergwanderung“ auf der Chinesischen Mauer, die auch von erprobten Wanderern als anspruchsvoll und teilweise schwierig eingestuft wurde. Für die Reisebegleitung ein Dankeschön an ÖVV-Präsident Robert Walzer (Japan) und ÖVV-Kassier Konrad Teni (China).

 

Walter Ziehlinger

Beitrag aus dem „Wanderer“ 4/09, Juli/August 2009, Fotos: Marianne und Walter Ziehlinger